Erfolgreiche Revision unserer Schwefelsäureanlage
Sicherheit, Zuverlässigkeit und Teamarbeit im Fokus
Nach intensiver Planung und drei Wochen konzentrierter Arbeiten konnte die Revision unserer Schwefelsäureanlage erfolgreich abgeschlossen werden. Die turnusmäßige Anlagenrevision stellt einen der wichtigsten Bausteine für die langfristige Betriebssicherheit, Anlagenverfügbarkeit und Produktqualität dar. Da eine Schwefelsäureanlage nur in größeren zeitlichen Abständen vollständig heruntergefahren werden kann, kommt dieser Maßnahme eine besondere Bedeutung zu.
Klare Ziele für einen sicheren und zuverlässigen Anlagenbetrieb
Das zentrale Ziel der Revision war die Durchführung sämtlicher sicherheitsrelevanter, gesetzlich vorgeschriebener und TÜV-relevanter Prüfungen. Nur durch regelmäßige Inspektionen, Wartungen und den Austausch kritischer Komponenten kann ein sicherer, effizienter und regelkonformer Betrieb gewährleistet werden.
Die Anlage sollte planmäßig nach drei Wochen wieder in Betrieb genommen werden. Dank einer detaillierten Vorbereitung und der hervorragenden Zusammenarbeit aller Beteiligten konnte auch dieses Ziel erfolgreich umgesetzt werden.
Umfangreiche Modernisierungs- und Austauschmaßnahmen
Ein Schwerpunkt der Revision war der Austausch des Trockenturms K5. Diese zentrale Anlagenkomponente stammte noch aus dem Jahr 1981 und wurde durch einen modernen Turm ersetzt. Der neue Trockenturm besteht aus hoch säurebeständigen Werkstoffen wie SX-Edelstahl und verfügt über eine spezielle säurefeste Ausmauerung. Diese Materialien bieten einen hervorragenden Korrosionsschutz und tragen gleichzeitig dazu bei, metallische Verunreinigungen im Endprodukt zu minimieren. Dadurch wird die hohe Reinheit der produzierten Schwefelsäure langfristig sichergestellt.
Neben dem Trockenturm wurden weitere wichtige Modernisierungsmaßnahmen umgesetzt:
- Austausch der Absorptionspumpen aus dem Jahr 1981
- Neubau eines modernen Speisewasserbehälters
- Erneuerung des rund 66 Meter langen GFK-Kaminrohrs aufgrund bestehender Undichtigkeiten
- Austausch verschlissener Armaturen und Rohrleitungen
- Erneuerung verschiedener Mess- und Regeltechnikkomponenten
- Wartung wichtiger Anlagenteile wie Gebläse und Dampfturbinen
Erfolgreiche Zusammenarbeit mit externen Partnern
Bei dieser Revision wurde erstmals mit dem auf Schwefelsäureanlagen spezialisierten Ingenieurbüro Smart Scope zusammengearbeitet. Obwohl zunächst zusätzlicher Aufwand notwendig war, um die Anlagenspezifika kennenzulernen, entwickelte sich die Zusammenarbeit äußerst erfolgreich. Auch die Koordination der zahlreichen beteiligten Gewerke funktionierte hervorragend. Dazu gehörten unter anderem:
- Schlosserei
- Rohrleitungsbau
- Kunststoffbau
- Elektrotechnik
- Prozessleittechnik
- Ofenbau
Die Abstimmung zwischen internen Mitarbeitenden, Fremdfirmen und Projektverantwortlichen stellte daher eine besondere organisatorische Herausforderung dar. Das Zusammenspiel der Betriebsmannschaft, Meister, Projektverantwortlichen und Sicherheitskoordinatoren sorgte dafür, dass sämtliche Arbeiten effizient und sicher durchgeführt werden konnten.
Teamgeist und innovative Lösungen als Erfolgsfaktoren
Ein wesentlicher Erfolgsfaktor war das außergewöhnlich gute Miteinander aller Beteiligten. Interne Fachkräfte, Anlagenfahrer, Handwerker und externe Dienstleister arbeiteten eng zusammen und verfolgten gemeinsam das Ziel einer termingerechten und sicheren Wiederinbetriebnahme. Besonders positiv wurde eine erstmals eingesetzte Containerlösung aufgenommen. Die modernen Container boten separate Umkleidebereiche, Duschen und Aufenthaltsräume für die zahlreichen Handwerker und Fremdfirmen. Dies verbesserte Arbeitsabläufe, verkürzte Wege und erhöhte den Komfort auf der Baustelle erheblich.
Blick nach vorne: Kontinuierliche Verbesserung für zukünftige Revisionen
Auch wenn die Revision äußerst erfolgreich verlief, wurden bereits weitere Optimierungsmöglichkeiten identifiziert. Für zukünftige Anlagenstillstände sollen Sicherheitsunterweisungen an der Werkspforte effizienter gestaltet, die Beschilderung für Materialanlieferungen verbessert und geeignete Sicherungsposten noch früher ausgewählt und getestet werden. Darüber hinaus sollen standardisierte Arbeitspakete für wiederkehrende Tätigkeiten den Planungsaufwand reduzieren und die Qualität weiter erhöhen. Gleichzeitig wird die Erneuerung weiterer langjährig genutzter Anlagenkomponenten vorbereitet.
Für das neue Kernteam um Frank Rensch und Marcel Ruiter war diese Revision gemeinsam mit dem neu ausgewählten Ingenieurbüro eine intensive, aber äußerst erfolgreiche erste Bewährungsprobe. Das Projekt zeigt eindrucksvoll, wie durch sorgfältige Planung, hohe Sicherheitsstandards, moderne Instandhaltungskonzepte und starke Teamarbeit die langfristige Leistungsfähigkeit einer Schwefelsäureanlage sichergestellt werden kann.